Clockwork Bell's

 Vater:  FTCH Danestone Tweed

 

Mutter: Starcreek Ivory 

 

Rufname: Lotte 

 

Spitzname: " Der Lotterich, der Lottfried oder Lottekarotte"

 

Wurfdatum: 17. April 2014 

 

Züchter: Marlene Lackner 

 

Gesundheit: HD A1/A1, ED frei

                      prcd-PRA, CNM , EIC , HNPK frei

                      SD 2  carrier

                      Zahnstatus: ohne Befund

                      Augen: RD: frei, PRA: frei, 

                      Katarakt: frei vom 23.01.2019

 

                      Zuchtzulassung DRC 07.03.2019

 

 

 

 

 

 

Foto: Lotte mit 12 Monaten

 

Wesenstest: bestanden

Formwert: sehr gut

 

 

 

Der Labrador verfügt über eine perfekt arbeitende innere Uhr -

an Tagen, an denen seine Menschen ausschlafen können, wird ab halb sechs permanent der Schlafplatz gewechselt, laut geseufzt, Pfoten geleckt und mit der Rute der Teppich geklopft.


Wilder Süden 2018

Es wird schon zur Tradition. Wir haben wieder den "Wilden Süden" gemeldet. Und ich habe mich getraut zum ersten Mal in der Open Klasse zu starten. Wir reisten wieder einen Tag früher an um ausgeruht zur Prüfung zu erscheinen. Komischerweise war ich nicht aufgeregt und ließ es einfach auf mich zu kommen. Unsere Erfahrungen müssen wir erst in dieser schweren Klasse sammeln. Wir wurden von dem netten Sonderleiter Ralf Hube im Gelände in Sonthof bei Rottweil im Schwarzwald begrüßt und schon ging es los. Wir hatten die Startnummer 3 und hatten deshalb nicht lange Zeit uns aufzuhalten. Bei der 1. Aufgabe erwartete uns der Schweizer Richter Guy Matter.

 

1. Aufgabe Guy Matter

 

Man stand auf einem Hügel auf einer Viehweide. Diese war um diese Jahreszeit noch ohne hohen Bewuchs. Mehrere Obstbäume standen auf der Fläche. In etwa 60 - 70 m Entfernung war rechts ein Wall. Dort lag am Fusse des Walls ein "Blind". Vorher wird mehr links etwa 150 m entfernt eine Markierung beschossen aber zuerst wollte er das "Blind" haben. Auf dem Weg zum "Blind" kommt der Hund außer Sicht.  

Guy erklärte die Aufgabe für uns und Lotte war schön aufmerksam. Nach dem Schuss und der Markierung gab er uns frei. Lotte spurtete Richtung Markierung und auf der Höhe des "Blind" gab ich den "Suchenpfiff". Lotte war außer Sicht und kam erst wieder mit Dummy hervor. Prima! Nun noch die Markierung. Mal sehen ob sie diese noch auf dem Schirm hatte. Lotte wieder den Hügel runter und lief diesmal Richtung "Blind". "Voran" und sie rannte weiter zur Markierung und fand diese punktgenau im sumpfigen Gelände.

 

"Blind" 9 Punkte, Markierung 10 Punkte

 

 

2. Aufgabe Guy Matter

 

Wieder auf dem großen Hügel mit Obstbäumen, Blickrichtung diemal 90° nach links. Guy erklärte, auf dem Gegenhang in etwa 130 Metern liegt ein "Blind". In gleicher Höhe etwa 40 Meter rechts entfernt fällt eine Markierung. Guy wollte das "Blind", das "Mark" sollte liegen bleiben.

Lotte ausgerichtet auf das "Mark", Schuss und "Mark" fällt. Dann Lotte weggedreht und aufs "Blind" ausgerichtet. Nach Freigabe spurtete Lotte den Hügel mit den vielen Bodenwellen runter und es kam ein Viehzaun. Es wäre auch möglich gewesen unten durch zu rennen, aber nein, Lotte nahm den Zaun im Sprung. Dann übersprang sie noch einen Bach und weiter den Gegenhang hoch. Hier verlor sie etwas die Linie und kam mir zu weit rechts raus. "Stop" und weiter nach links hinten. Jetzt kam sie etwas zu weit links raus, nochmal "Stop" und weiter den Hang hoch geschickt. "Suchenpfiff" und das Dummy war gesichert.

 

17 Punkte

 

 

3. Aufgabe Guy Matter

 

Wir standen auf einer Wiese. Nach etwa 50 m kam ein Bach dessen Ufer mit Laubbäumen teilweise bewachsen waren. Dann kam wieder Wiese und dahinter ein breiter Schilfgürtel etwa 100 Meter lang und 50 Meter tief. Hinter dem Schilf begann der Wald. Im Wald fand ein Treiben statt, es flogen 3 Dummys ins Schilf heraus und 3 Dummys befanden sich im Wald. Für diese Aufgabe wurden Startnummer 1-3 aufgerufen. Zuerst durfte die 1, dann die 2 und dann wir mit der 3 arbeiten. War unser Dummy drin, durften wir sofort nochmal ran. Danach die anderen beiden Teilnehmer.

Lotte beobachtete das Geschehen im Wald, soweit man das überhaupt sehen konnte. Startnummer 1 arbeitete im Schilf und fand. Teilnehmer 2 brauchte einige Zeit und fand ebenfalls im Schilf. Das bedeutete, nur noch eins im Schilf und die anderen sind im Wald. Es wäre also idealer, wenn Lotte eines im Wald holen würde. Als sie dran war sauste sie los hüpfte über den Bach und kam am Schilf an. Da sie die anderen Hunde vorher im Schilf arbeiten sah, ging sie auch in den Bereich. Der Hund war überwiegend nicht zu sehen. Als sie ohne Dummy raus kam folgte der Stoppfiff und wieder "Back" geschickt. Erst lief sie nicht tief genug und kam wieder raus. Nochmal "Back" und irgendwann vernahm ich ein lautes Krachen. Sie schien jetzt die richtige Richtung anzunehmen. Jetzt sah man sie auf der Gegenseite im Wald suchen. Dann kam sie mit Dummy im Fang wieder aus dem Schilf hervor. Dann nochmal von vorne. Diesmal war sie schneller im Wald und pickte dort ihr zweites Dummy. Jetzt warteten wir auf die anderen Hunde.

Dann gingen wir mit Guy an eine andere Stelle und er erklärte die Aufgabe. In etwa 50 Metern Entfernung waren drei verschiedene Heckenabschnitte zu sehen. Wir sollten den mittleren Teil absuchen. Er wollte von uns weder das linke noch das rechte Dummy haben, nur das in der Mitte. 

Lotte ausgerichtet auf den mittleren Teil des Gebüschs. Sie kam jetzt zu weit links raus. "Stop" und wieder mit "Back" nach rechts. Dann der "Suchenpfiff". Nochmal Korrektur und sie war im richtigen Gebiet und fand.

 

Treiben im Schilf 7 Punkte und "Blind" 9 Punkte

 

 

4. Aufgabe Petra Beringer

 

Wieder eine Teamaufgabe, gemeinsamer Walk up auf ein Waldstück zu. Dabei fallen dann zwei Schüsse in dem Wald. Zuerst durfte die niedrigere Startnummer, in dem Fall wir, im Wald arbeiten. War der erste Hund auf dem Rückweg, sollte der zweite Hund 90° nach links auf ein "Blind" den Hang runter am Bach geschickt werden. Dann wird gewechselt.

Kommando "Walk on" und wir gingen gemeinsam los. Die Schüsse fielen und wir gingen noch ein Stück weiter. Dann durfte Lotte in den Wald arbeiten. Dabei musste sie den steilen Hang runter über verschiedene Bäche und ganz viel Matschepampe und noch einen Zaun durchqueren. "Suchenpfiff" und sie machte ihren Job. Dann Positionwechsel und der andere Hund durfte in den Wald. als er auf dem Rückweg war durfte Lotte runter zum Bach und im Schlamm ihr Dummy suchen. Wieder mit Erfolg.

 

"Blind" im Wald 9 Punkte und "Blind" am Bach 8 Punkte

 

5. Aufgabe Petra Beringer

 

Wieder ein Zweier Walk up, diesmal auf einer recht flachen Wiese. Nur ein Hügel im Gelände etwa 100 m rechts hinten. Dort standen Schütze und Werfer. Nach dem Walk up fällt dort die Markierung. Der linke Hund durfte aber zuerst 90° links im Wald ein Dummy suchen. Anschließend sollte der rechte Hund die Markierung als "Memory" arbeiten. Dann Wechsel und das ganze von vorne.

Wir liefen wieder gemeinsam "Fuss" und schauten uns fein die weite Markierung an. Unser Teampartner arbeitete zuerst im Wald und wir warteten. Dann ab zur Markierung. Der Hügel bremste Lotte etwas, deshalb gab ich nochmal ein "Voran". Zack, Dummy war gerettet. Wechsel, und weiter ging es mit Laufen. Markierung fiel, Lotte von der Markierung weg gedreht und ab in den Wald geschickt. Sie fand auch dieses Dummy recht zügig.

 

Markierung 8 Punkte und "Blind" 10 Punkte

 

 

6. und letzte Aufgabe bei Petra Beringer

 

Diesmal standen wir unten am Bach. Der Bach war auf unserer rechten Seite. Ein Helfer befand sich auf der linken Seite vom Bach und lief den Bach ein Stück entlang. Irgendwann gab er einen Schuss auf die Gegenseite ab. Der Hund durfte geschickt werden und sollte auf der anderen Seite des Baches im Schlamm ein Dummy finden. War der Hund am Suchen wird ein Schuss vom gleichen Helfer auf die linke Hangseite gegeben und ein "Mark" fällt nach hinten.

Lotte beobachtete den Helfer. Schuss, und die Freigabe kam von Petra. Lotte ausgerichtet auf den Bach. Auf der richtigen Höhe gestoppt und nach rechts über den Bach geschickt. "Suchenpfiff" und Lotte arbeitete im Schlamm. Doch dann hatte die Pistole eine Ladehemmung und der Helfer rief stattdessen Peng... Das Peng hatte Lotte überhaupt nicht vernommen, dafür markierte ich das Dummy. Nachdem Lotte mit dem ersten Dummy zurück war auf die Markierung bzw. für sie "Blind" ausgerichtet und den Hang hoch geschickt. Ein, zwei Korrekturen und das Dummy war auch in unserem Besitz. 

 

"Blind" 10 Punkte und "Mark" 8 Punkte

 

 

Boah, ab jetzt sind wir ein echtes Openteam! Erster Start und schon durch gekommen! Wie geil ist das denn? Wir warteten auf die Siegerehrung und kaum zu glauben, wir wurden aufgerufen und belegten den 3. Platz beim "Wilden Süden". Wir sind sehr stolz auf das Erreichte.

 

 

Sonntags starteten Ralf und Luna in der "A" im gleichen Gelände und mit den gleichen Richtern. Als Aufgaben gab es bei Petra eine beschossene Suche mit einer Markierung auf dem Rückweg, zwei Markierungen vom Bach aus nach links und rechts, jeweils mit Fussarbeit und ein "Buschieren". Guy präsentierte eine Suche als Teamaufgabe, eine Einzelmarkierung wieder mit Fussarbeit und eine Doppelmarkierung ins Schilf.

Luna arbeitete die ersten vier Aufgaben sehr schön, wenn sie das schwierige Gelände besser angenommen hätte wäre es noch schöner gewesen. Die fünfte Aufgabe war dann eigentlich genau ihre als "Markiermonster", die Einzelmarkierung mit Fussarbeit nach hinten. Leider verlor sie anscheinend genau in dem Moment die Konzentration, jedenfalls war sie zu kurz und machte dazu noch irgendwelche anderen Dinge. Mit Müh und Not und einigen "Back" fand sie das Dummy doch noch, natürlich gab es nur noch ärmliche Punkte dafür. Als ich dann die letzte Aufgabe im Schilf sah wusste ich irgendwie schon was kommen würde. Luna kennt kein Schilf, dazu war der Geist schwach und jetzt der Körper auch... Die erste Markierung holte sie sogar noch, aber bei der zweiten zeigte sie relativ deutlich dass sie keine Lust mehr hatte. Schade, am letzten Dummy bei einem doch recht schwierigen WT gescheitert.  

Luna ist bekanntlich aus einer Showlinie und mittlerweile 8 Jahre alt und hätte schon bei den Veteranen starten können. Und bei einem WT über den ganzen Tag verliert sie leider irgendwann die Konzentration und wird halt einfach müde. Was soll's, so lange wir noch Spass haben werden wir weiterhin ab und zu starten, vielleicht dann demnächst bei den Veteranen :-)

 

 

Danke an das hervorragende Orgateam "Wilder Süden",den Helfern, den Richtern, dem Reviergeber und dem Wirt und seiner Ehefrau vom Gasthaus Sonthof. Es war ein sehr anspruchsvolles Gelände mit "tricky" Aufgaben. Wir freuen und schon auf das nächste Jahr! 

Hier noch einige Bilder vom Gelände, auf dem vierten kann man sogar ein Suchspiel machen, finde Lotte :-)

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DRC Workingtest Finale 2017

Endlich war es soweit. Wir waren bereit für das Finale 2017 in Wettringen. Lotte hatte sich eine Woche vor unserer Reise noch etwas am Pfotenballen verletzt. Deshalb wurde sie die letzten Tage geschont, entsprechend hoch war ihre Erwartungshaltung. Eine lange Fahrt stand uns bevor. Das Wetter hätte für dieses Wochenende auch etwas besser sein können, Regen und Wind waren vorhergesagt.

 

1. Aufgabe Rob Schmidt

 

Wir standen im Wald in einem Brombeerfeld. Da schon einige Starter vor uns dran waren war schon ein kleiner Trampelpfad zu erkennen. Rob sagte dass wir walken und vor uns läuft ein Treiber. Dann würde irgendwann ein Schuss fallen und danach erkläre er dann ein "Blind". Anschließend geht das Team mit dem Richter nochmal an und dann fällt in etwa 50 Meter Entfernung rechts am Waldrand eine Markierung. Auch diese ist zu arbeiten.

 

Das Treiben begann und der Trampelpfad schlängelte sich durch die Brombeeren. Schuss und wir bekamen das "Blind" erklärt. Vor uns ein Brombeerfeld, welches von der Auslegespur des Helfers für das Auslegen des "Blinds" umrundet wurde. Gerade Linie zum "Blind" wäre durch die Brombeeren gewesen, Lotte nahm aber die Auslegespur und lief in die Richtung des angegeben Baumes. Dort half ich ihr damit sie schnell zum Dummy kam. Weiter geht es mit Laufen. Schuss und die Markierung am Waldrand fällt sehr schwer zu sehen für den Hund, da wieder enorm viele Brombeeren vor Lotte waren. Ich gab Lotte die Richtung an. Die Brombeeren wurden im Flug überwunden und sie ging schön tief in Richtung Helfer. Dort half ich ihr mit dem Suchenpfiff. Zweites Dummy des Tages war in unserem Besitz.

 

12 Punkte

 

2. Aufgabe John Juel Pedersen

 

Wir standen wieder im Wald. Rechts zwei Helfer und geradeaus auch einer. Es wurde erklärt, zuerst fällt eine Markierung geradeaus und dann sofort rechts noch eine Markierung. Wieder waren Brombeeren als Hindernis vor uns. Auf der rechten Seite waren noch mehr Brombeeren und eine umgefallene Tanne. 

 

Lotte und ich waren bereit. Schuss und Dummy fiel. Ohne Zeitverlust wieder ein Schuss und das zweite Dummy. Es gab keine Chance den Hund schnell zu drehen. Lotte hatte aber nach dem zweiten Schuss den Kopf gedreht und ich habe versucht selbst aufzupassen wo das Ding runter kommt. Nach Freigabe durfte Lotte nach rechts in die Richtung der umgefallenen Tanne laufen. Sie nahm das schwierige Gelände sauber an. Ab durch die Dornen und sie verschwand im dichten Bewuchs. Manchmal konnte ich das Grün etwas wackeln sehen, deshalb wusste ich, sie ist richtig. Zack war das Dummy drin. Dann Ausrichten auf das zuerst geworfene Dummy. Ich gab ihr die Richtung mit der Hand an und sie überwand auch hier den unangenehmen Bewuchs. Top Linie, doch leider lief sie auf der falschen Seite vom Wind am Dummy vorbei und ging  zu tief. Hier musste ich helfen, was wiederum Punkte kostete. Der Richter wollte ein besseres "Memory" sehen und das Zeigen der Richtung fand er nicht so gut. 

 

14 Punkte

 

3. Aufgabe Roy Ehbel

 

Wie sollte es auch anders sein, wieder eine Aufgabe im Wald. Wir gingen auf einen kleinen Hügel, unterhalb des Hügels war ein größeres Wasserloch mit Schlamm und Ästen etc.. Der Richter erklärte, zuerst wird am Wasserloch vorbei rechts eine Markierung geworfen. Zunächst soll aber ein beschossenes "Blind" hinter dem Wasserloch an einem Baum gearbeitet werden. Dann darf die Markierung geholt werden.

 

Lotte schaute sich die Markierung an. Dann drehte ich sie zum Wasserloch und richtete sie aus. "Voran" und sie nahm das Schmodderwasser an und kam drüben wieder raus doch da waren wieder die Brombeeren. Zuerst ging sie zu weit links und zu tief. Also wieder in meine Nähe und nach rechts zum "Blind". Wieder ging sie nach hinten weg um den Brombeeren auszuweichen. Dann habe ich sie wieder in meine Nähe gepfiffen und wieder mehr nach rechts zum "Blind". Jetzt hatte sie auch wieder die Richtung und das "Blind" war unser. Auf dem Rückweg musste sie wieder durch die Matschpampe über Äste drüber klettern. Das Mark war dann nicht mehr so auf dem Schirm, auch da ging sie zu tief und ich musste ihr etwas helfen.

 

13 Punkte

 

4. Aufgabe Wolfgang Harrer

 

Wir standen einmal mehr im Wald und links fiel eine Markierung. Dann fand etwas weiter rechts ein Treiben in etwa 50 Meter Entfernung in den Brombeeren statt. Ein Dummy wurde geworfen, welches aber wieder aufgehoben wurde. Ein weiteres lag bereits im Treiben-Gebiet. War das Treiben zuende sollte zuerst die Markierung gearbeitet werden. Dann sollte das Dummy aus dem Treiben geholt werden.

 

Lotte beobachtete alles ganz genau. Beim "Mark" ging sie mir wieder zu tief. Kurzes Helfen und wir hatten Suchenglück. Dann ab ins Treiben und sie arbeitete sehr schön das Gebiet mit den Brombeeren durch. Hurra, gefunden.

 

17 Punkte

 

Nach dieser Aufgabe gab es eine zweistündige Mittagspause, Hunde ins Auto um neue Kräfte zu sammeln.

 

5. Aufgabe Günther Kohler

 

Wir standen jetzt nicht im Wald sondern wahrscheinlich auf einem ehemaligen Sportplatz der bestimmt schon mehrere Jahre der Natur überlassen war. Das Feld war hügelig, kleine Büsche, Brombeeren und anderes Unkraut. Herr Kohler erklärte, erst fällt hinten am Ende des Feldes (ca. 60m) eher rechts ein Schuss. Dort befindet sich ein Wall und hinter diesem ist ein "Blind" zu holen. Dann fällt ein Schuss und eine Markierung in die Mitte des Feldes. Diese darf nicht gearbeitet werden. Dann noch ein Schuss ganz links vorne und dann erklärt er in welchen Brombeeren auf einem Hügel das Dummy liegt.

 

Lotte war startklar. Wir beobachteten das Spektakel. Lotte wurde nach der Freigabe zum hinteren "Blind" ausgerichtet. Sie hielt nicht ganz die Linie, ging aber trotzdem hinter den Wall, doch plötzlich kam sie links am Wall wieder raus. Das Dummy war aber schon recht nah. Deshalb, Hund sitzen lassen und durchatmen bis das Hundehirn sich auf mich konzentrierte. Dann habe ich sie nach rechts geschickt. Klasse, sie nahm die Richtung an und ging an der richtigen Stelle über den Wall und fand das "Blind". Dann ausrichten auf das linke "Blind". Den Wind musste man beachten, er kam von rechts und der Hund könnte Wind vom "Mark" bekommen. Ich half Lotte, so dass sie schön im Bereich blieb und schnell fand.

 

16 Punkte

 

6. Aufgabe Heike Reichel

 

Diesmal gab es eine Teamaufgabe, man wird es ahnen wo... nämlich im Wald. Ich links und mein Partner rechts. Wir liefen an und der erste Schuss fiel auf unserer linken Seite. Der Helfer stand in einem tiefen Loch und warf nach hinten weg. Lotte durfte als erstes und ging in einen schlammigen Graben, dann hoch auf den Hügel, runter ins Loch wo der Helfer stand und wieder raus aus dem Loch nach hinten. Punktlandung! Dummy war drin und sie kam den direkten Weg durch alle Hinternisse zurück. Wieder anlaufen und unser Partner durfte rechts arbeiten. Er brauchte etwas mehr Zeit und bekam eine letzte Chance von der Richterin die er nutzte. Dann wurde die Position gewechselt und das Spiel begann von vorne. Diesmal durfte Lotte die rechte Markierung arbeiten, als wir an der Reihe waren. Übler Bewuchs von Brombeeren und anderes Zeugs lag vor ihr. Wieder hatte sie keine Probleme damit und ging in die Tiefe. Plötzlich war sie außer Sicht und ich holte sie wieder ein Stück zurück. "Suchenpfiff" und das letzte Dummy des Tages war im Sack.

 

17 Punkte

 

Am zweiten Tag gingen wir frohen Mutes zur 

 

7. Aufgabe Rita Kökeny

 

Wir standen auf einer Halbinsel, Blickrichtung in eine Feld mit Schilf, Brombeeren und höheren Bewuchs. Es wurde ein Schuss ins Gebiet gegeben. Das Dummy lag laut Rita bei jedem Teilnehmer an einer anderen Stelle. War der Hund auf dem Rückweg, wurde im Rücken des Hundeführers ein Schuss in Richtung eines Sees gegeben und ein Dummy fiel ins Wasser. Das Wasser war nicht einfach. Da der See einen niedrigen Wasserstand hatte, war schwimmen so gut wie nicht möglich. Die bessere Lösung war Rennen durch das Wasser und den Schlamm.

 

Nach dem Schuss ins Schilf, schickte ich Lotte mit "Such" ins Gebiet. Sie suchte eifrig und nahm auch das unangenehme Gelände an. Allerdings brauchte sie etwas länger als andere Hunde. Wobei länger eigentlich nicht der Rede wert war. Sie gab das Dummy sauber ab und hatte das nächste ins Wasser gefallene schon im Auge. Sie spurtete los und holte das Dummy raus und gab ohne zu Schütteln ab. Wo wir hier die vielen Punkte verloren haben, kann ich nicht sagen. Bei der Suche können kaum 7 Punkte verloren worden sein. Was der Richterin nicht gefallen hat, ist mir ein Rätsel.

 

13 Punkte

 

8. Aufgabe Henk Slijkhuis

 

Das war die Schlüsselaufgabe beim Finale. Die Hunde hatten über die beiden Tage kaum größere Distanzen gearbeitet. Fast jede Aufgabe fand ausschließlich im Wald statt und nun kam die große Weite ins Spiel. Wir standen mit unserem Teampartner und seinem haarigen Kollegen auf einer großen, großen Wiese. Auf der Wiese links vorne stand in etwa 130 Metern Entfernung ein Helfer. Rechts am Rand der Wiese vor einem Graben stand ein weiterer Helfer (beide Helfer liefen während der Aufgabe nach hinten mit). Hinter dem Graben befand sich eine Baumreihe. Vor dem Richter und den beiden Hundeteams in etwa 10 Meter Entfernung liefen zwei weitere Helfer mit und beide machten nach dem Loslaufen spannende Geräusche. Die Hunde standen dadurch besonders unter Strom. Nach dem ersten "Walk up" wurde nun ein Schuss auf den Graben auf der rechten Seite abgegeben. Wenn dieses Dummy gearbeitet war ging der "Walk up" weiter. Dann fiel eine schnelle, niedrige Verleitmarkierung von den mitlaufenden Helfern von links nach rechts und sofort darauf in ca.130 Metern Entfernung eine Markierung auf der linken Seite nach hinten. War auch diese Markierung drin, wurde die Position gewechselt und alles begann von vorne.

 

Lotte stand unter enormer Anspannung. Wir standen rechts, also war das rechte "Blind" für uns. Lotte ging raus und spurtete in die Richtung vom Helfer und dann weiter in die Richtung seines weiter hinten stehenden Regenschirmes. Schnell holte ich sie wieder zurück und half ihr bei dem "Blind". Weiter ging es mit walken. Lotte ging relativ schlecht "Fuss". Die Anspannung stieg nach jedem anlaufen. Dann kam die Verleitmarkierung für den Partner. Unser vierbeiniger Kollege hatte nur auf diese geschaut und verpasste seine lange Markierung, aber mit Hilfe seinen Führers schaffte auch er sein vorletztes Dummy. Dann wurde gewechselt und der grauenhafte "Walk up" ging weiter. Jetzt musste Lotte wieder warten, da unser Kollege das "Blind" arbeitete. Weiter ging es mit laufen und das Verleitdummy fiel von links nach rechts. Schuss, und die Markierung kam direkt hinterher. Lotte hatte die Markierung auch nicht gesehen. Dann durfte ich sie ausrichten und gab ihr das "Go". Sie rannte, als wäre der Teufel hinter ihr her. Die mindestens 100 Fallstellen vor ihr wurden von ihr überrannt und dann gab ich ihr den "Suchenpfiff" und die Kleine fing auf der großen Wiese an zu suchen. Dieses letzte Dummy wollte ich unbedingt noch haben. Ich kann nicht sagen, was ich in dem Moment gedacht habe, als sie den Sprung aufs Dummy machte!!!!! Wir haben das Finale geschafft!!!!

 

Wegen der schlechten Fussarbeit waren noch 

 

7 Punkte übrig.

 

Aber daran werden wir arbeiten. Normalerweise ist Lotte bei Teamaufgaben eine Bank. Aber ich führe es darauf zurück, dass der Stress sehr hoch war und sie die letzte Woche wegen ihrer Verletzung doch kaum ohne Leine laufen konnte. Entsprechend kam die Power bei der letzten Aufgabe zur vollen Geltung. 

Ich bin sehr stolz, dass wir dieses Finale bestanden haben. Von 48 Teilnehmern haben lediglich 18 bestanden. Wir landeten auf dem 15 Platz. Das Gelände hat den Hunden einiges abverlangt. Bei einer Deutschen Meisterschaft wird nochmal eine Schippe drauf gelegt, so soll es sein.

Wir bedanken uns bei der Sonderleitung, den vielen Helfern, der Fotografin und den Richtern, die sich alle mit grossem Einsatz zwei Tage in nicht gerade angenehmen Wetter den Aufgaben gewidmet haben.

 

Hier noch einige Bilder vom Finale von den Aufgaben 5, 7 und 8 (diese letzten vier mit freundlicher Genehmigung der Finale-Fotografin Linda Hintze).

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Workingtest Mainschleife

Der letzte Workingtest ist schon ein paar Monate her. Nachdem ein gemeldeter Workingtest von unserer Seite wegen Läufigkeit abgesagt wurde, fuhren wir nun nach Winterhausen (bei Würzburg) zum Workingtest "Mainschleife". 

 

Nach unserer Ankunft wurden die Hunde gelüftet, Papiere abgegeben und die Startnummer abgeholt. Begrüßt wurden die Fortgeschrittenen von der Sonderleitung Sandra Ziegler und den beiden Richterinnen Petra Beringer und Dr. Ursula Friedrich. Wir waren in der zweiten Gruppe, Start bei Petra Beringer.

 

1. Aufgabe Petra Beringer:

 

Ja, die erste Aufgabe sofort eine Teamaufgabe. Flitzemaus an der Leine und dann noch die höhere Startnummer... Wir standen auf einem Weg, in der Mitte die Richterin. Rechts in 30 Meter Entfernung fließt der Main. Das Ufer ist mit Gestrüpp, Bäumen und Sträuchern bewachsen. Vor dem Uferbewuchs wild gewachsene, hohe Wiese mit einzelnen Sträuchern. Im Gelände standen zwei Helfer. Zuerst sollte gewalkt werden, nachdem das Handzeichen der Richterin zu den Helfern geht, Stehenbleiben und eine Markierung fällt auf die rechte Seite in das hochgewachsene Unkraut. Der rechte Hund durfte arbeiten. Dann Positionswechsel und der Walkup ging weiter. Erneut anhalten, Schuss, und wieder nach rechts eine Markierung, rechter Hund arbeitete. Weiter walken, anhalten und eine Markierung fliegt über den Weg in das linke naturbelassene Gelände (Gras, Gestrüpp, etc.). Der linke Hund durfte wieder. Position wechseln und weiter ging es mit dem Walken. Wieder Schuss und Markierung fällt nach links und der linke Hund war dran.

 

Die Aufregung stieg und ich merkte Lottes Anspannung. Walk up und wir liefen los. Schuss, Markierung und der Partnerhund durfte arbeiten. Stress pur! Lotte war brav und wartete. Positionswechsel und weiter ging es. Wieder Schuss und Markierung und Lotte durfte endlich. Punktlandung! Sie hatte genau markiert! Weiter ging es mit Fussarbeit. Nächste Markierung war für den anderen Hund. Wieder Positionswechsel und weiter ging es. Die letzte Markierung war dann wieder für Lotte. Kurzes Suchen, Stopppfiff und nochmal kleiner Suchenpfiff. Dieses Dummy war auch unser.

 

18 Punkte

 

2. Aufgabe Petra Beringer

 

Wir blieben an der Postion vom Ende der 1. Aufgabe stehen und es wurde ein Schuss in die Richtung eines Strauches auf der rechten Seite im Gelände gegeben. Dort lag ein "Blind". Der Hund mit der niedrigeren Startnummer durfte arbeiten und der andere Hund musste vorher hinter ein Gebüsch, in dem Fall wir. Knackpunkt war, der Hund musste vom Weg ins hohe Gras über die alten Fallstellen von den Markierungen zum Gebüsch gebracht werden.

 

Als wir aus unserem Gebüsch gerufen wurden, war klares Ausrichten angesagt. "Voran" und die Maus spurtete los. Rannte ins hohe Gras doch mir ging sie zu weit rechts. "Stopp" und die Maus saß, schräg "Back" in die Richtung des Gebüsch und sie nahm die Richtung ohne Probleme an. Suchenpfiff und sie hatte das Teil.

 

20 Punkte

 

3. Aufgabe Dr. Ursula Friedrich

 

Wir standen wieder mit dem anderen Team auf dem Weg, rechts wieder das Mainufer. Ähnlicher Bewuchs wie vorher nur etwas höhere Bäume. Links auch Sträucher die etwa 5 Meter hoch waren. Dahinter ein kleiner Anstieg mit angrenzendem Feld. Rechts stand ein Schütze und schoß zwei mal und warf jeweils eine Markierung hinter die Bäume in Richtung Main. Links hinter dem Gebüsch waren mehrere Helfer die ein Treiben veranstalteten. Schüsse und Geräusche wurden gemacht und die Gruppe bewegte sich von uns weg. Ist das Spektakel vorbei, darf der erste Hund ins Treibengebiet Dort sollten 2 Stücke drin liegen. Ist dieser Hund zurück, durfte der andere Hund in das Suchengebiet. Ist dieser Hund zurück durfte der erste das "Memory" auf der rechten Seite arbeiten. Dann wurde wieder gewechselt.

 

Frau Friedrich erklärt die Aufgabe und wir harrten der Dinge. Die 2 rechten Markierungen fielen und im Anschluss wardas Treiben. Wieder durfte unser Partner als erstes ins Treiben. Er hielt sich eher im vorderen Bereich im Gebüsch auf, wurde dort aber nicht sofort fündig. Als er gefunden hatte schickte ich Lotte mit "Voran" in den Grüngürtel. Sie verschwand und war nicht mehr zu sehen. Sie nahm die Tiefe an und plötzlich vernahm ich sie auf einem erhöhten Übergang zum Feld. Sie kehrte aber gleich wieder um. Ich gab ihr nochmal den Suchenpfiff und sie kam mit der Beute zurück. Wieder mussten wir warten, da unser Partner das "Memory" arbeiten musste. Lotte hatte beim "Memory" null Probleme, verschwand in dem Bewuchs und fand sofort.

 

19 Punkte

 

4. Aufgabe Dr. Ursula Friedrich

 

Da wir hier den breiten Main zur Verfügung hatten war mit einer Wasseraufgabe zu rechnen. Der Main wird dort auch von großen Frachtschiffen und Motorbooten befahren. Die Stelle, die sich Frau Friedrich raus gesucht hatte, war ein urwaldbewachsener Nebenarm des Main, etwa 30-35 Meter breit. Auf der anderen Seite war 2 Meter hohes Schilf. Von Frau Friedrich wurde erklärt, links von uns (etwa 5 Meter) liegt eine Ente (Gummiente) im Wasser, die wird bewegt und Lärm gemacht. Dann wird ein Schuss von links übers Wasser gegeben. Sie wollte, dass der Hund die Ente ignoriert und man den Hund über das Wasser auf die andere Seite ins Schilf schickt, wo ein Dummy liegen soll.

 

So weit so gut. Wir waren das letzte Team und mussten alle vor uns arbeiten lassen. 1. Hund hatte es geschafft, 2. und 3. Hund nicht usw. und die, die es geschafft hatten waren beeindruckt von der Aufgabe. Dann waren wir an der Reihe. Wir nahmen unsere Postion am Wasser ein und Frau Friedrich gab das Signal an die Helfer mit der Ente auf unserer linken Seite. Dann zeigte sie dass wir uns noch ein Stück nach links positonieren sollen. Also noch näher an die Verleitente. Ich richtete Lotte konzentriert aus und gab ihr das "Voran". Sie katapultierte sich ins Wasser und schwamm in die Richtung des "Blinds". Dabei kam sie mir nach ihrem Sprung etwas zu weit rechts. Also Stopp im Wasser und mein weißes Tüchlein kam zum Einsatz. Schräg nach hinten und nochmal "Voran" und sie hielt die Richtung bis ins Schilf. Kleiner Suchenpfiff und sie fand sofort. Auf dem Rückweg fielen 100 Kilo Steine von mir ab. War doch nicht so schwer, wenn man die Linie hält und einen gehorsamen Hund hat. Gell, Trainerle!!!

 

20 Punkte

 

5. Aufgabe Petra Beringer

 

Wir wurden wieder im "Urwald" am Main empfangen. Dort sollten wir hinter dichtem Gestrüpp auf einem Hocker Platz nehmen. Hund zur linken Seite und wir warteten was passiert. Helfer und Schütze waren nicht zu sehen, irgendwo im "Urwald" sollten sie aber stehen. Dann fiel ein Schuss und man konnte ein Dummy kurz sehen. Der Platsch im Wasser war gut zu hören. Nach Freigabe durfte der Hund aus der Sitzposition geschickt werden. Das Dummy sollte auch im Sitzen abgenommen werden.

 

Also Platz nehmen in einem richtigen Schlammloch, Schuss und Dummy war kurz zu sehen. Lotte wurde geschickt und ich sah nix mehr, hörte aber nur ein lautes "Platsch". Sie schien im Wasser angekommen zu sein. Warten und dann kam sie durch den "Urwald" mit Dummy zurück und fand mich auf dem Hocker wieder. 

 

20 Punkte

 

Die Helfer kamen am Ende aus dem "Urwald" zurück und der eine Helfer sagte: "Boah, und auf so einen Sprung musste er bis zum letzten Starter den ganzen Tag warten." Das sind die echten Clockworkwassersprünge, gigantisch!

 

Der Himmel wurde immer grauer und es folgte noch ein Stechen. Bei der Siegerehrung kam Frau Friedrich noch auf die Problematik bei Aufgabe 4 und machte den Gescheiterten Mut, an der Wasserarbeit weiter zu feilen. Dann wurde als erstes das Judges Coice vergeben. Aufgerufen wurde Lotte als "am schönsten arbeitender" Hund. So toll!!! Die, die Prüfung bestanden hatten wurden einzeln aufgerufen und als es zu den Platzierten kam, erreichten wir den 3. Platz mit 97 von 100 Punkte mit dem Prädikat "Vorzüglich". 1. und 2. Platz hatten 98 Punkte. Ich bin super stolz, dass wir das geschafft haben! Unser Training trägt Früchte, die wir jetzt ernten. Mit diesem Ergebnis haben wir uns für das Finale des DRC qualifiziert, Finale wir kommen!!!

 

Vielen Dank das Team vom Workingtest Mainschleife. Dank an die Helfer, Richter und Reviergeber! Wir haben uns wohl gefühlt.

 

Danke an meinen Trainer Rainer! Du hast einen großen Anteil an dieser Platzierung. Wir arbeiten weiter an unseren Baustellen!

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Baden Trophy 2016 in Seelbach Walzenhof

Wir haben die Baden Trophy 2016 gemeldet. Ralf startete mit Luna in der "A" und ich hatte mit Lotte als Saisonabschluss kurzerhand in der "F" gemeldet. Für Ralf sollte mit Luna WT-Routine gesammelt werden und für mich und Lotte sollte es ein Versuch sein um mal zusehen, was schon geht und was noch nicht. Die Tagesplanung war wie folgt: kurz nach 5 Uhr aufstehen und Abfahrt zum Walzenhof. Morgens durfte die Klassse "A" zur Startnummernvergabe. Die "F" war erst um 13:30 Uhr bestellt. Lotte musste noch etwas im Auto warten und Luna und Ralf machten sich ans Werk. Der Walzenhof befindet sich im Schwarzwald bei Seelbach. Schwarzwald bedeutet bergiges Gelände, welches mit Bächen durchzogen ist. Hohe Anforderungen, da Geländeübergänge an Hängen und Hügeln zu arbeiten sind.  Die "A" Aufgaben bestanden aus Markierungen, teilweise mit Positionswechsel, "beschossenen Blinds", einer Wasseraufgabe und "Freiverlorensuchen".  Alles was die Aufgabenvielfalt im Anfängerbereich hergibt und was dem Teilnehmer den Blutdruck in die Höhe treibt. Die Entfernungen waren wie es sich dann später herausstellte nicht viel kürzer als in der "F". Ralf war mit Luna in seiner Gruppe der erste Starter und irgendwie war Luna noch nicht richtig auf die 1. Aufgabe vorbereitet. Deswegen ging die dann gründlich in die Hose. Ergebnis war eine "Null". Danach kam Luna aber auf Touren und wurde von Aufgabe zur Aufgabe besser. So dass sie am Ende trotz der Null noch auf 73 Punkte kam. Leider nicht bestanden, aber schön gearbeitet.

 

Nachmittags waren Lotte und ich an der Reihe. Komisch... ich war schon etwas nervös. Ein Zeichen, mir fehlt genau wie meinem Hund die Erfahrung. Doch der Anfang war mit dieser Meldung gemacht.

 

1. Aufgabe Petra Beringer

 

Wir standen im Wald auf einem Weg hangaufwärts. Walk up über niedriges Gestrüpp und einen querliegenden Ast über den der Hund musste und trotzdem im Fuss bleiben sollte. Die Richterin lief hinterher um die Fußarbeit zu kontrollieren. Irgendwann fiel den Weg hinauf ein Schuss, ohne dass ein Helfer oder ein Dummy zu sehen war. Rechts direkt am Weg entlang war noch ein Suchengebiet in dem Dummys drin lagen (nicht sichtig). Es sollten 3 geholt werden. Die Gefahr bestand, dass der Hund auf dem Weg zum Blind ins Suchengebiet gerät.

 

Lotte lief exakt Fuss, Schuss kam und wir liefen weiter. Dann durfte ich Lotte zum "Blind" schicken. Sie ging super schnell raus und schön in die Tiefe bis ich sie nicht mehr sah. Schwubs, kam sie mit dem Dummy schon zurück. Dann holte sie noch 3 Dummys aus der Suche. Einmal gab ich aus Sicherheitsgründen den Hierpfiff, welchen ich laut Richterin nicht brauchte.

 

18 Punkte

 

2. Aufgabe Petra Beringer

 

Riesige steil abfallende Kuhwiese. In etwa 100 Meter Entfernung standen 2 Helfer. Die "A" arbeitete morgens auf etwa 80 Meter Entfernung. Es flog eine Dublette. Nach Freigabe durfte geschickt werden.

 

Lotte im Fullspeed den steilen Hang abwärts. Sie suchte sich zum ersten Dummy ran und brachte es zu Frauchen. Dann wieder mit Tempo den Hang runter. Sie ging über die vielen Fallstellen vom Morgen und es zog sie mehr nach rechts Richtung Gebüsch. Wir kämpften wie die Löwen zusammen für dieses Dummy. 

 

6 Punkte

 

3. Aufgabe Guy Matter

 

Wir standen auf einem Berg, der steil abfiel, im Tal ein zugewuchertes Bächlein. Dahinter stieg die Wiese wieder steil an. Der Richter erklärte dass eine Markierung in das sich auf dem Gegenhang befindente höhere Altgras fällt. Dann erklärte er, dass am rechten Rand der Wiese unterhalb eines Baumens in der Nähe eines Pfosten ein "Blind" liegt, welches nicht beschossen wird. Zuerst sollte das Blind gearbeitet werden.

 

Lotte markierte das Mark im Altgras. Dann durfte ich sie ausrichten zum Blind. Ich hab Lotte schön konzentriert und sie lief wie an der Schnur in die richtige Richtung in die ich sie geschickt hatte. Der Bach wurde von ihr im Flug genommen und dann ein "Stoppfiff" und auf das Blind eingewiesen. Super!!!  Das Memory arbeitete sie danach schön mit dem Wind.

 

18 Punkte

 

4. Aufgabe Guy Matter

 

Gleicher Berg, nur wurde die andere Seite runter gearbeitet, diesmal im Team. Auf dem Gegenhang standen mehrere Helfer, vor ihnen viel Altgras und unterschiedlicher Bewuchs. Der Richter erklärte es fallen Schüsse. Die Startnummer 1 fängt an und soll ein Dummy aus dem Gebiet holen. Dann soll die Startnummer 2 ein Dummy nach Freigabe aus dem Gebiet holen und danach ein weiteres selbstständig arbeiten. Die Startnummer 1 darf dann noch ein letztes Dummy arbeiten.

 

Wir waren als zweites dran. Unser Teampartner war etwas langsamer und braucht einige Kommandos bis er im Gebiet war. Lotte war in der Zeit des Einweisens sehr brav. Dann durfte Lotte. Sie hielt super die Linie, Berg runter über einen Bach über einen weiteren unangenehmen Geländeübergang und ins Suchengebiet. Ich machte hier einen Fehler und gab zu früh den Suchenpfiff. Sie arbeitete in schnellem Tempo. Ein Apfelbaum versperrte mir den Blick auf meinen Hund, deswegen konnte ich ihr nicht richtig helfen. Doch wir fanden das Dummy noch. Dann das ganze nochmal. Das zweite Dummy fanden wir schneller. Die Linie hat sie wieder super gehalten. Jetzt nochmal warten, bis unser Partner mit seinem zweitem Dummy zuhause war.

 

16 Punkte

 

5. Aufgabe Tomas Dötsch

 

Wir standen vor einem Teich. Dieser war auf der rechten Seite gut bewachsen. Hinter dem Teich 2 Helfer. Links auf 90 Grad einen ganz seilen Hang aufwärts an einem Apfelbaum wurde ein Schuss abgeben. Dann fiel eine Markierung auf der anderen Seite des Teiches. Dann sollte entschieden werden, welches Dummy als erstes gearbeitet wird, Freigabe und los ging es.

 

Ich entschied, zuerst holen wir das "Blind". Lotte spurtete los und rannte ca. 80m den Berg hoch und suchte ausserhalb meines Blickes. Dann tauchte sie wieder auf und kam so schnell die kleinen Beine tragen können zu mir zurück. Dann das Mark und hier machte ich wieder einen Fehler. Lotte ging den Berg runter und hüpfte ins Wasser, ging am anderen Ufer raus und ich gab ihr den Suchenpfiff, doch wieder zu früh. Ich hatte die doofe Markierung nicht mehr auf dem Schirm und schickte sie immer wieder an die falsche Stelle. Sorry, meine kleine Schwarze! Doch mit schwerem Kampf fand sie das Dummy, hüpfte wieder ins Wasser und nahm den direkten Weg wieder zurück.

 

6 Punkte

 

6. Aufgabe Tomas Dötsch

 

Wieder einen Hang runter über einen Bach und wieder Hang hoch. Oben stand ein Helfer, der ein Schuss abgab . An den Brombeeren, die den ganzen oberen Hang entlang wachsen, lag rechts ein "Blind". Dann erklärte der Richter noch ein "Vollblind", welches am linken Rand der Brombeeren lag. Schuss, Freigabe und der Hund durfte arbeiten.

 

Lotte ging nach der Freigabe schön raus, nahm den Bach im Flug und spurtete den Berg hoch zu den Brombeeren. Dort liess ich sie sitzen und rechts suchen. Top! Dummy drin. Nach Abgabe wieder den Hang rauf schicken. "Stoppfiff", sie sass. Dann nach links. Saublöd, wieder ein Obstbaum mit wunderschönen grünen Blättern, der die Sicht auf meinen Hund versperrt. Jetzt ging der Hund wieder an die alte Stelle. Also wieder alles zurück und wieder nach links schicken. Diesmal nahm sie die Richtung an und dann "Voran", "Suchenpfiff" und das Vollblind war zuhause.

 

16 Punkte

 

Das war unser erster F-Workingtest und ab jetzt sind wir ein echtes F-Team. Danke an meinen Trainer. Das Lining wird immer besser. Wir haben ein Winterprogramm. 

 

Es waren interessante Aufgaben in sehr schwierigem Gelände. Danke an die Orga und das Helferteam des LCD. Danke auch an die Richter und den Reviergeber vom Walzenhof.

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Lottes erster Workingtest in der Klasse A "Wilder Süden"

Lotte und ich hatten einen Startplatz beim Workingtest "Wilder Süden" in Villingendorf ergattert. Dies sollte unsere Premiere bei einem offiziellen Workingtest in der Klasse A werden. Einen Tag vorher machten wir uns auf in den Schwarzwald.

 

Nach der Startnummernausgabe und der Begrüßung ging es ins Gelände. Ich hatte die "Ehre" die Startnummer 1 zu haben. Das bereitete mir doch etwas Kopfschmerzen. Eigentlich ist man nur einmal die Startnummer 1, da dann zum nächsten Richter gewechselt wird und dort bereits Hunde gearbeitet haben. Nicht so bei uns. Unser Richter wanderte mit der Gruppe von seiner ersten Aufgabe mit unserer Gruppe zur nächsten und dann auch noch an seine dritte Station. Bedeute für Lotte und mich, 3 mal die Startnummer 1.

 

1. Aufgabe:

 

Die Helfer standen auf einem Hochsitz. Zum Hochsitz war die Entfernung etwa 30 Meter. Der Hochsitz stand auf einem Acker auf dem noch alter Bewuchs in unterschiedlicher Höhe vorhanden war. Der Acker machte auch einen kleinen Buckel. Die Helfer warfen ein Dummy mit Schuss aus dem Hochsitz. Der Hund sollte nach der Freigabe dieses Dummy arbeiten. Auf dem Rückweg wurde ein Dummy ohne Schuss nachgeworfen.

 

Grundsätzlich kein Problem dachte ich. Doch Lotte hatte einen anderen Plan. Der angrenzende Wald zog enorm und dann lief sie am Dummy hinter dem Wind vorbei. Durch den Buckel, war Lotte plötzlich nicht mehr zu sehen. Ich pfiff Lotte wieder ins Gebiet und schickte sie wieder  an die richtige Stelle. Das kostete Punkte. Dummy wurde von ihr gefunden und sauber zurück gebracht. Dann mit "Voran" auf die nächste Fallstelle. Schwups, war sie wieder etwas zu weit. Nochmal helfen von mir und wir hatten das Dummy drin.

 

13 Punkte

 

2. Aufgabe:

 

Teamaufgabe mit der Startnummer 2. Wir standen auf einem Acker. Gleicher Bewuchs wie auf dem vorigen. Blick ging etwa 35 auf den angrenzenden Wald. An der Ackergrenze wurde ein Treiben veranstaltet. Drei Schüsse und 3 Dummys wurden in den unterschiedlichen Bewuchs am Waldrand geworfen. Auf dem Acker selbst sollen noch 2 Dummys liegen. Das Team mit der niedrigeren Startnummer begann, in dem Fall ich. Dann sollte die 2 arbeiten, nochmal die 2 und dann wieder ich mit Lotte.

 

Das Treiben begann und wir beobachteten das Geschehen. Nach der Freigabe vom Richter durfte Lotte ihren Job erledigen. Lotte im Fullspeed Richtung Wald. Als Lotte unterwegs war, fiepte unser Teampartner extrem laut. Das bedeutete für ihn anleinen und Aufgabe für ihn vorbei. Lotte fand das erste Dummy auf  dem Weg zum Wald und spurtete in hohem Tempo zurück. Dann durfte sie nochmal ran. Diesmal holte sie eines aus dem angrenzenden Wald. Toll gemacht!!!!

 

20 Punkte

 

3. Aufgabe:

 

Wir standen auf einem Weg. Dieser Weg machte nach 15 Meter eine Biegung nach links. Links vom Weg ging es steil abwärts, rechts vom Weg steil nach oben. Rechts oben auf dem steilen Hang standen 2 Helfer. In der Verlängerung dieser Helfer standen 10 Meter weiter nochmal 2 Helfer. Der Hang war mit Laubbäumen bewachsen. Die ersten Helfer gaben einen Schuss ab. Doch das Dummy wurde nicht geworfen, sondern gerollt. Lotte schaute ganz verdutzt. Dann schossen die zweiten Helfer und ließen ihr Dummy auch den Berg runter rollen. Jedes Dummy nahm eine Menge Laub mit. Nach Freigabe durfte der Hund das erste Dummy holen.

 

Lotte machte einen kurzen Schlenker den Hang links runter. War aber nach ein paar Sekunden wieder da. Ich gab ihr den Sitzpfiff und schickte sie "Back". Suchenpfiff und das erste Dummy war zuhause. Dann mit "Voran" und kurzem Pushen über die alte Fallstelle drüber und  sie hatte auch das 2. Dummy gefunden. Dies war eine lustige Aufgabe. So etwas haben wir noch nicht gekannt. Richter Guy Matter lachte über den lustigen Blick und die Kopfbewegung von Lotte, als sie die rollenden Dummy sah. Mit solch einer Aufgabe kann man auch die Steadyness testen.

 

18 Punkte

 

4. Aufgabe:

 

Nach einer Mittagspause ging es auf zur zweiten Runde. In einer Tannenschonung (Anpflanzung von Weihnachtsbäumen) standen wir auf einem Weg, der mittig durch die Schonung lief. Rechts am Rand der Schonung 2 Helfer. Nach einem Walk-up wurde ein Dummy mit Schuss auf die rechte Seite der Tannenschonung geworfen. War das Dummy drinnen, wurde weiter gewalkt und ein weiteres Dummy wurde von den Helfern mit Schuss, allerdings über den Weg auf die linke Seite der Schonung geworfen. Auch dieses wurde im Anschluss vom Hund geholt.

 

Lotte lief schön brav Fuss. Nach der Freigabe durfte sie die erste Markierung arbeiten. Durch die kleinen Tannenbäume wurde sie etwas irritiert und fand nicht punktgenau. Kleine Hilfe von mir und das Dummy war gesichert. Dann wurde schön brav weiter gewalkt. Beim zweiten Dummy gab ich ihr auch die nötige Hilfe. Deshalb gab es am Ende auch berechtigten Punktabzug.

 

14 Punkte

 

5. Aufgabe:

 

Eine neue Tannenschonung. Diese Tannen waren dichter und auch etwas höher. Eine Zweieraufgabe folgte. Wieder mit der Startnummer 2 als Team. Wir wurden auf die linke Seite von der Richterin gepackt und das andere Team auf die rechte Seite. Auf dem Weg standen mehrere Helfer. Sie warfen mit 2 Schüssen 2 Dummys, jeweils eins auf die linke Seite und eins auf die rechte Seite zwischen die Tannen. Dann wurden noch vier Dummys ohne Schuss zwischen die Bäume geworfen. Das Schwierige daran war, der Hund konnte null sehen.  Als erstes durften wir arbeiten.

 

Lotte spurtete los und verschwand in den Tannen. Sie war so schnell und sofort wieder mit Dummy bei mir. Dann durfte der Partner arbeiten. Als er das Dummy hatte, wurden die Plätze getauscht und die Fussarbeit kontrolliert. Dann durfte der Partner nochmal arbeiten und wir am Ende. Auch diesmal spurtete Lotte durch den Wald und kam kurz am Wegesrand zum Vorschein, bekam Wind von ihrem Suchengebiet, pickte und kam zu mir zurück.

 

Das Schwere war, man sah den Hund so gut wie nicht zwischen den Tannen. Es bestand Tauschgefahr und dass er das Suchengebiet verlässt. Das hat die Maus wieder toll gemacht.

 

18 Punkte

 

6. Aufgabe:

 

Wir standen an einem steilen Abhang. Am Fuss des Abhangs, auf der anderen Seite, standen die Helfer. Man sah im Laub 3 Dummys liegen. Die Richterin sprach von 4 Dummys. Das Vierte konnte man aber nicht sehen, weil es hinter einem Baum lag. Eins wollte sie haben.

Der Helfer beschoss ein Dummy. Mehr passierte nicht. Nach der Freigabe durfte Lotte auf das Blind eingewiesen werden.

 

Lotte nahm den Abhang mit gewohnter Schnelligkeit. Holte das Dummy hinter dem Baum und lief an den anderen drei Dummys vorbei. Auch hier war Tauschgefahr. Für Lotte stellte diese Aufgabe kein Problem dar.

 

20 Punkte

 

Somit haben wir uns von Aufgabe zu Aufgabe gesteigert. Für unseren allerersten A Workingtest bin ich super zufrieden. Mit 103 von 120 Punkten kann man mit stolzer Brust nach Hause gehen.

 

Wir bedanken uns für die tolle Orga, allen Helfern und Richtern. Eine entspannte Atmosphäre unter den Teilnehmern. Ich würde sagen, wir kommen gerne wieder!

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Lotte besteht die Dummy-A in Höheischweiler

Ja, wenn die Saarländer in der Pfalz ihre APD/R abhalten... ;-)

 

Die Bezirksgruppe Saar hatte für den 29. August 2015 eine Arbeitsprüfung Dummy ausgeschrieben. Das Geniale daran war, das die Prüfung gerade mal 10 km von uns entfernt in Höheischweiler statt fand. Kurzerhand meldete ich Lotte zur Dummy A an.

 

Das erste Mal konnten wir uns in aller Ruhe auf den Wege machen. Am Vereinsheim beim dortigen Hundeverein angekommen, wurde uns ein deftiges Frühstück angeboten. Meinereiner war kaum in der Lage an Essen zu denken. Nach der Begrüßung fuhren wir gemeinsam ins Prüfungsgelände.

 

Zuerst stand die Suche auf dem Programm. Breite des Suchengebietes war etwa 25 Meter, Tiefe etwa 15 Meter. Bewuchs waren Laubbäume, Farn. etwas Totholz war auch vorhanden. In diesem Gebiet waren 5 Dummys nicht sichtig ausgelegt. Ich setzte Lotte als erstes in die linke Richtung an und schickte sie in die Freiverlorensuche. Nach wenigen Sekunden fand sie das erste Dummy. Dann gingen wir ein kleines Stück nach rechts am Suchengebiet entlang. Die Suche ging für Lotte nach rechts weiter. Diesmal lief sie ganz nach rechts an den äußeren Bereich ins Farn, fand und spurtete zurück. Noch ein Dummy sollte geholt werden. Ich wählte diesmal die Mitte. Die Nase ging runter und wir hatten das dritte Dummy ratz fatz in unserer Tasche.

 

Eine sehr schöne Suche!!! Kein Zögern, das Gelände wurde von Lotte toll angenommen. Keine Anstalten zum Tauschen gemacht, einfach Klasse. Das wurde von Richter Michael Renner sehr gelobt. Außerdem meinte er: "sehr gut geführt."

 

20 Punkte

 

Als alle Teilnehmer mit der Suche fertig waren, ging es weiter. Rucksack auf und die Karawane zog weiter. In Sicht kamen 2 Fischweiher. Auf der gegenüber liegenden Seite befand sich eine Wiese. Dort sollte die Einzelmarkierung und im Anschluss der Appell abgerufen werden.

 

Wir standen mitten auf einer sonnigen Wiese. Das beschossene Dummy wurde an den Rand der Wiese geworfen, direkt vor den Waldrand in den Schatten. Lotte hatte zwar die Markierung auf dem Schirm, lies sich aber vom Schatten etwas abbremsen und kam etwa 20 cm hinter dem Wind am Dummy vorbei. Sie hatte keine Chance Geruch vom Dummy zu bekommen. Dann passierte das, was wir überhaupt nicht gebrauchen konnten. Sie wurde bei der Suche "groß". Als sie wieder in der Nähe vom Dummy war, gab ich ihr den Suchenpfiff und wir hatten das Dummy. So bekommt man bei 30° C Außentemperatur auch noch die innere Hitze...

 

15 Punkte

 

Direkt ging es mit dem Appell weiter. Walk-on, anhalten Schuss und das Dummy fiel. Weiter Walk-on, stehen bleiben, Hund eindrehen und mit "Voran" zum Dummy. Das war wieder eine Punktlandung!!!! Umso mehr könnte einem die schnöde Einzelmarkierung ärgern...

 

20 Punkte

 

Wieder war Warten angesagt. Für die Wasserarbeit wurde der hintere Weiher ausgewählt. Schütze und Helfer standen an der Seite des Gewässers. Michael Renner erklärte wieder die Aufgabe und schon fiel der Schuss. Nach der Freigabe machte Lotte auf mein "GO" einen mordsmäßigen Sprung, schwamm fix zum Dummy, pickte und schwamm genau so fix wieder zurück. Ohne Schütteln brachte sie das Dummy in die Hand. Am Wasser ist sie einfach ein Bank!!!

 

20 Punkte

 

Als alle Teilnehmer mit ihrer Prüfung durch waren, wurde noch mit etwas Leckerem gemeinsam angestoßen. Bis zur Vergabe der Urkunde ließen wir es uns gut gehen und der Hunger kam dann auch wieder hervor.

 

Das Ergebnis 75 Punkte und ein sehr gut sicherte uns den 1. Platz . Das  kann sich durchweg sehen lassen.

 

Vielen Dank an unsere saarländischen Vereinskollegen, an die Sonderleitung Tanja Serwe und Anne Blaschke, Richter Iris Renner und Michael Renner (Iris richtete an dem Tag die BH). Es war ein sehr heißer Tag, mit netten Leuten und tolle Hunden.

 

Wir sind sehr stolz , dass Lotte diese wichtige Prüfung so zuverlässig und gut bestanden hat. Die Tür zur Workingtestwelt wurde somit aufgestoßen.

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Workingtest "VITA-Assistenzhunde CWT" 9. Mai 2015 in Wiesbaden: Lotte belegt 4.Platz in Schnupperklasse mit Prädikat "Vorzüglich"!!!

Vor genau einem Jahr war Luna mit mir beim CWT in Wiesbaden zugunsten VITA-Assistenzhunde e.V  in der F gestartet.

 

Dieses Jahr hat Luna Verstärkung bekommen. Lotte rettet seit geraumer Zeit die ein oder anderen Dummys für mich. Im Training hat sie sich bisher sehr motiviert und vor allen Dingen ruhig gezeigt. Dann war meiner einer nicht faul und ich hab uns kuzerhand in der Schnupperklasse angemeldet. Lotte sollte die Situation bei einem Workingtest einmal kennenlernen und ich wollte sehen, wie sie sich gibt.

 

Mit den Erfahrungen, die ich mit Luna die letzten Jahre gesammelt habe, war ich richtig entspannt. Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Gepäck und Hunde ins Auto und auf ging es nach Wiesbaden.

 

Wir als alte Vita-Hasen kannten den dortigen Ablauf. Startnummer abholen, Fotoshooting, Hunde lüften und schon konnte es los gehen. Zur Verstärkung und zum Daumen- und Pfotendrücken kamen Ann-Katrin mit Lottes Schwester Baileys. Andrea, Frauchen von Lottes Halbschwester Clover war als Helferin eingeteilt. Einen richtigen Fanclub hatten wir im Schlepptau.

 

1. Aufgabe: Sebastian Hochreiter (A)

 

Wir standen auf einem Weg mit Blickrichtung auf eine Lichtung. Dort führte ein kleiner Trampelpfad hinunter. Rechts standen zwei Helfer. Mit einem Geräusch wurde auf den Pfad ein Dummy geworfen. Nach Freigabe durfte ich Lotte schicken. Auf dem Rückweg wurde ein Dummy etwa auf die gleiche Stelle geworfen.

 

Lotte ging flott raus und pickte. Ich brauchte keinen Kommpfiff. Dann"Voran" aufs zweite Dummy, Suchenpfiff. Die Nase ging runter und sie suchte. Nochmal Suchenpfiff und sie fand. Das zweite Dummy war etwas ins Gras gefallen.

 

16 Punkte, der Anfang war gemacht.

 

2. Aufgabe: Harry Brünet

 

Wieder auf einem Weg mit Blick in den Wald zu den Helfern (dort stand Andrea). Vor uns ein Graben. Dahinter etwas Totholz. Hinter dieses Totholz wurde das Dummy mit Schuss geworfen. Nach dem Schuss mussten wir uns nach rechts drehen und bis zu einem gewissen Punkt Fussarbeit zeigen, drehen und nach Freigabe durfte der Hund arbeiten.

 

Lotte beobachtete die Helfer ganz genau. Die Fussarbeit war große Klasse. Das haben wir auch fleissig geübt. Nach der Freigabe durfte Lotte los flitzen. Schnell war sie im Suchengebiet und machte ihren Job. Pickte und kam zurück. Auf dem Rückweg gab ich nochmal einen Kommpfiff.

 

18 Punkte

 

3. Aufgabe: Betty Schwieren

 

Zu Betty mussten wir einen schmalen Weg hoch laufen. Im Wald angekommen, wurde erklärt, dass eine Markierung beschossen wird. Nach der Abgabe, um 180 ° drehen. Dort im Wald stand eine weitere Helferin. Sie warf mit einem Geräusch ein Dummy in ein dicht bewachsenes Gebiet. Nach Freigabe durfte diese Markierung gearbeitet werden. Im Anschluss daran sollte der Hund nochmal ins Suchengebiet geschickt werden. Dort lagen nämlich noch 2 Dummys drin.

 

Lotte wartete ganz brav bis der erste Schuss fiel. Sie markierte das Dummy punktgenau. Einfach klasse!!! Die zweite Markierung suchte sie ganz toll aus dem dichten Bewuchs. Sie machte keinerlei Anstalten zu tauschen. Nach der Abgabe habe ich sie voran ins Suchengebiet geschickt, Suchenpfiff und die Kleine machte wieder ihren Job. Super gemacht, stolz bin ;-)

 

Das wurde mit 20 Punkten belohnt.

 

4. Aufgabe: Rupert Hill (AUS)

 

Vor uns eine große Wiese. Links eine Baumgruppe. Dort standen 2 Helfer bereit. Es fiel ein Schuss und das Dummy mitten auf die zu dieser Jahreszeit sehr hoch gewachsene Wiese. Nach der Freigabe durfte der Hund arbeiten. Als der Hund sich auf dem Rückweg befand wurde ein Dummy nachgeworfen. Nach der Abgabe des ersten Dummys fiel ein weiterer Schuss. Somit ein beschossenes Blind.

 

Lotte ging wieder schnell raus  um die Markierung zu finden. Suchte und fand. Das zweite Dummy, "Voran", Suchenpfiff und das Näschen ging runter. Sie fand und kam mit Fullspeed zurück. "What a terrible dog!!!", war Rupert Hill's Kommentar!

 

19 Punkte

 

5. Aufgabe: Dr. Robert Kaserer (A)

 

Hier wurde vor allen Dingen die Steadyness geprüft. Der Hund sollte sitzen und beobachten. Ein Helfer ging einen Weg entlang (in die entgegengesetzte Richtung). Dann ging er etwas rechts vom Weg weg und machte mit dem Entenlocker ein Geräusch. Im Anschluss warf er ein Dummy in einen Brennesselbusch. Nach der Freigabe durfte das Dummy gearbeitet werden.

 

Das Warten und Beobachten machte Lotte NULL Probleme. Die Markierung hatte sie auf dem Schirm. Sie brauchte mir aber zu lange... Ich gab ihr einen Suchenpfiff. Sie fand und brachte unser letztes Dummy für heute mit. Herr Kaserer meinte, den Suchenpfiff hätten wir nicht gebraucht.

 

18 Punkte

 

Juhu, uns erster Workingtest bestanden. Am Ende erreichten wir mit 91 Punkten und dem Prädikat VORZÜGLICH den 4. Platz! Ein saugutes Gefühl unseren Namen bei der Siegerehrung zu hören und nach vorne gerufen zu werden.

 

Mit der Unterstützung von Ralf und Luna haben wir Lotte so gut aufgebaut. Vielen Dank Marlene für die Lottekarotte. Sie entwickelt sich so toll. Wir freuen uns auf weitere Abenteuer mit Luna und Lotte.

 

Danke an alle Richter, Helfer und das gesamte Vita-Team.

 

Wir kommen im nächsten Jahr wieder.

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Lotte feiert ihren ersten Geburtstag!

Heute feiert unsere Lotte ihren ersten Geburtstag! Und wie sich das für einen Arbeitslinien-Labrador gehört, nicht etwa faul in ihrem Körbchen liegend, sondern bei der Arbeit, sie ist zusammen mit Kirstie auf einem "Fusslauf-Seminar" auf dem Rosshof in Grossheubach! Deshalb gibt es heute auch keine Bilder von eventuellen Wurst- oder sonstigen Geburtstagstorten... :-)

 

Wir wünschen dem gesamten Clockwork B-Wurf alles Gute für sein weiteres Hundeleben und den Besitzern soviel Spass wie wir mit unserer Lotte haben.

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Vom Welpen zum Junghund

Die erste Zeit mit Lotte verging wie im Flug. In diesen paar Wochen entwickelt sich ein Welpe rasant. Wir haben diese wichtige Zeit genutzt und zeigten Lotte die nähere Umgebung. In der Stadt haben wir Cafés besucht, den Baumarkt unsicher gemacht, im Büro sind wir Aufzug gefahren und haben verschiedene Waldhäuser und Spielplätze kennengelernt. Alles was so ein Welpe und jetzt schon Junghund an Erfahrung machen sollte.

 

Seit ein paar Wochen befindet sich Lotte voll im Zahnwechsel, welcher ihr aber keine Probleme bereitet.

 

Sie ist überaus neugierig und findet auch das dieses oder jenes unterwegs was man tragen kann. So wird mir nach Retrieverart der ein oder andere Müll, Tannenzapfen, Stöckchen oder Tennisbälle, die andere Hunde verloren haben, in die Hand gebracht.

 

In der Junghundestunde ist sie Tines Streberlotte. Sitz, Platz mit entfernen und dabei verstecken, klappt schon erstaunlich gut. Das überrascht mich immer wieder. Das Fusslaufen mit und ohne Leine wird von ihr auch schon ganz toll umgesetzt. Das ein oder andere Bällchen wird von ihr auch freudig apportiert.

 

Wasser findet sie spannend aber noch nicht spannend genug um zu schwimmen. Nächste Woche werde ich mich mit einer Freundin und ihren Hunden treffen. Mal sehen, ob sie Lotte das Wasser etwas schmackhafter machen können.

 

Viele neue Bilder von Lotte findet ihr unter ... Bilder/Luna und Lotte 2014 :-)

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1. Woche mit Lotte

Was ist alles passiert? Lotte hat ihr neues Zuhause voll in Beschlag genommen. Sie untersucht ihre neue Umgebung mit ganz viel Interesse. Nichts ist vor ihr sicher. Hinter jeder Tür die auf geht, befindet sich ein Abenteuer. Typisch Welpe!

 

Die Nächte sind noch geprägt von Unterbrechungen. Unsere Augen sind deshalb manchmal etwas schwer. Unsere Minispaziergänge findet die kleine Maus äußerst spannend. Es werden Tannenzapfen, Stöckchen, Baumrinde und alles was man so apportieren kann getragen. Sie ist total an ihrer Umwelt interessiert.

 

Außerdem haben wir in den paar Tagen, das Sitz mit kurzer Entfernung, mit ganz viel Spaß und Leckerlis geübt. Was soll ich sagen? Eine rundum süße, gelehrige und witzige Schwarznase. Wir sind von ihr ganz verzaubert.

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Lotte ist da!!!!!!!!!

Lotte ist daheim!
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Pfingstwochenende in Tirol bei Marlene Lackner und Clockwork Bell's

Wir sind über Pfingsten nach Tirol zu unserem neuen Familienmitglied Clockwork Bell's, "Lotte" gefahren. Lotte wird ab Juli 2014 unser Rudel erweitern. Wir freuen uns auf die neuen Herausforderungen im wahrsten Sinne des Wortes! Sie wird unser Leben mit ziemlicher Sicherheit auf den Kopf stellen. Luna wird ihre Kutte in Zukunft mit diesem kleinen Floh teilen, ihre Futterschüssel bestimmt aber nicht :-) Ihre Geschichten und Erlebnisse werden hier ihren Platz finden. Wir danken Marlene, unserer Züchterin, für ihr Vertrauen.

Lotte mit 7 Wochen
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